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„Corona-Judo“ beim MTV Beedenbostel

11. 06. 2020

„Corona-Judo“ beim MTV Beedenbostel

Als im März unter anderem der Schulbetrieb eingestellt wurde, bedeutete dies auch für die Judo-Sparte des MTV Beedenbostel die Einstellung des Sportbetriebs. Der Niedersächsische Judoverband (NJV) stellte den Betrieb sofort bis zum 31.05.2020 ein.

Die Sportlerinnen und Sportler, sowie das gesamte Trainerteam, traf diese Zwangspause in einer sehr ungünstigen Phase.

Eine Woche nach Einstellung des Sportbetriebes sollten die Regionalmeisterschaften in Wietzendorf und die Bezirksmannschaftsmeisterschaften der U12 stattfinden. Trainer Jonas Heinrich erklärte dazu: „In den Monaten März bis Mai finden 50% der Wettkämpfe des Jahres statt. Alle Sportler und Sportlerinnen bereiten sich punktgenau auf diese Phase vor, um in die entsprechende Form zu kommen.“

Bereits einige Tage nach der Einstellung des Sportbetriebes versorgten sowohl der Deutsche Judobund (DJB) als auch der NJV seine Vereine mit Homeworkouts, Online-Einheiten und kreativen Aufgaben für zuhause. Auch die Wettkämpfer des MTV Beedenbostel hielten sich mit individuellen Lauf- und Krafteinheiten in den eigenen vier Wänden fit, mit der Hoffnung bald wieder auf der Wettkampfmatte zu stehen.

Ebenso war die Zwangspause für das Trainerteam bitter, denn egal ob Fortbildungen oder Lizenzprüfungen, alles wurde abgesagt.

Mit Videokonferenzen blieb das Trainerteam im Austausch und bemühte sich, die alle Sportler und Sportlerinnen bestmöglich durch diese schwierige Zeit zu begleiten. „Oft meldeten sich die Schützlinge bei Jonas immer wieder, um zu erfragen, wann es wieder los geht und wann man wieder Sport gemeinsam treiben kann. Es war echt schön die Verbundenheit zwischen Sportlern und Sportlerinnen und dem Trainerteam bzw. Verein zu beobachten.“, so Peter Schulze, Spartenleiter und Trainer.

 

Als Ende Mai bekannt gegeben wurde, dass der Vereinssport in der Halle unter bestimmten Auflagen wieder erlaubt werden wird, freute sich der ganze Verein. Dabei war klar, dass mit einigen Veränderungen gerechnet werden musste.  „Judosport, wie wir ihn kennen wird es in näherer Zeit vermutlich nicht geben. Wir sind ein Voll-Kontakt-Sport, da fällt Training ohne Partner bzw. Partnerin sehr schwer“, so Jonas. Sofort wurden Trainingsabläufe geplant, organisiert und Desinfektionsmittel besorgt. Doch dann gab die Verwaltung des Landkreises bekannt, dass in der Halle, in der die Judoka trainieren, Baumaßnahmen vorgezogen werden und deshalb kein Training dort möglich ist.

 

 

Um allen Mitgliedern trotzdem eine kleine Freude zu machen, überlegte sich das Trainerteam an einer Aktion des DJB teilzunehmen und bestellte dafür Postkarten mit dem Aufdruck „Hajime. Bald geht’s wieder richtig LOS! SEID JUDO – BLEIBT JUDO!“.

Anschließend schrieb das Trainerteam knapp 70 Postkarten mit individuellen Texten an alle aktiven Sportler und Sportlerinnen.

Besonders schade, dass auch das alljährliche Event – das Heidepokal Wochenende leider ausfallen musste. „Die Kinder freuen sich jedes Jahr auf das (elternfreie) Wochenende und den Tag im Heidepark. Das Wochenende trägt immer zu einer positiven Stimmung im Verein bei“, so Jonas. Der Ausfall ist doppelt bitter, denn in diesem Jahr wäre der Verein mit einem persönlichen Rekord an Wettkämpfern an den Start gegangen – auch im Erwachsenenbereich.  Außerdem hätte Sanja Methner bei diesem Turnier ihre offizielle Prüfung zur Kampfrichterin ablegen sollen.

 

Um die ausgefallenen Events wett zu machen, überlegt sich das Trainerteam bereits jetzt Events und Maßnahmen für die zweite Jahreshälfte. Wie es mit dem „Corona-Judo“ beim MTV Beedenbostel weiter geht, könnt Ihr in der nächsten Ausgabe lesen…

 

Foto: Vorschaubild zur Meldung: „Corona-Judo“ beim MTV Beedenbostel